Sinusprojekt

Die Realschule Bad Bentheim nahm von 1998 bis 2003 an dem Modellprojekt der Bund-Länder-Kommission (BLK) „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“ teil. In dieser Zeit wurde die Unterrichtseinheit „Kernenergie“ entwickelt, an der die Fächer Chemie, Physik und Biologie übergreifend und verbindend beteiligt waren/sind. Als Referenzschule nahm die Realschule Bad Bentheim von 2003 bis 2005 am Modellprojekt Sinus Transfer teil. Hier wurden Haupt- und Realschulen im Raum Peine / Braunschweig betreut. Zurzeit werden die Projekte im Rahmen des Schulprogramms weiter entwickelt.

Der BLK - Modellversuch SINUS ist u.a. eine Konsequenz aus dem TIMSS - Schock: 

Bei dem internationalen Schulleistungstest "The Third International Mathematics  and Science Study", 1996 lagen die deutschen Schülerinnen und Schüler der  Sekundarbereiche I und II nur im Mittelfeld. Im Auftrag des Bundesministeriums für  Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie wurde für die Bund - Länder -   Kommission - Projektgruppe "Innovationen im Bildungswesen" (BLK) 1997 eine  Expertise zur Vorbereitung des Förderprogramms "Steigerung der Effizienz des  mathematisch - naturwissenschaftlichen Unterrichts" erstellt. In dieser  Expertise wurden Problemzonen des mathematisch - naturwissenschaftlichen  Unterrichts analysiert und 11 Entwicklungsschwerpunkte (Module) genannt, an  denen eine Weiterentwicklung dieses Unterrichts erfolgen sollte.  An dem seit 1998 laufenden Modellversuch nahmen stellvertretend für das Land  Niedersachsen der Regierungsbezirk Weser - Ems mit 13 Schulen teil. Diese  Schulen waren in zwei Sets aufgeteilt, wobei das Schulset 1 aus 6 Gymnasien,  das Schulset 2 aus 5 Realschulen, einer integrierten Gesamtschule und einer  Orientierungsstufe zusammengesetzt war.

Die Projektleitung lag beim niedersächsischen Kultusministerium  und  der Bezirksregierung Weser - Ems, die auch die Koordination durchführte. An  der Umsetzung des Vorhabens waren neben den teilnehmenden Schulen auch  Studienseminare, Ausbildungsseminare und Hochschulen beteiligt.  Bei der Weiterentwicklung des herkömmlichen Unterrichts standen in  Niedersachsen folgende Arbeitsschwerpunkte (Module der BLK-Expertise)  im Vordergrund:

"Weiterentwicklung der Aufgabenkultur" (Modul 1)

"Fächergrenzen erfahrbar machen: Fach übergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten" (Modul 6)

"Zuwachs von Kompetenz erfahrbar machen: Kumulatives Lernen"   (Modul 5)

"Qualitätssicherung innerhalb der Schule und Entwicklung schulübergreifender Standards" (Modul 11)